1. This site uses cookies. By continuing to use this site, you are agreeing to our use of cookies. Learn More.

~†DarkDeath†~ Corporation & Co. KG

Discussion in 'Parties und Gilden' started by matarishvan, Jan 20, 2015.

  1. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Betrachtungen mit Kampfsäuen und anderen Kirschen
    Mysteriöse Ereignisse im sonst so idyllischen Weed Ridge werfen ihre langen Schatten voraus: Die im Allgemeinen eher langweiligen, immer gleich grünen Bäume ungeklärter Provenienz verwandelten sich in den frühen Morgenstunden eines unauffällig dahin schlendernden Donnerstags in blassrosa duftende, als Kirschblüten getarnte Wolken, die mit ihren Blättern von nun an die arglosen Bewohner der zahlreichen Wiesen und Wege mit gnadenloser Romantik bombardieren.

    [​IMG]
    Selbst Mario und Luigi, die eher hartgesottenen CEOs der Funghi Nostra aus Giovannis Pizzeria, folgten dem durch alle Ritzen, Spalten und Holzwurmgänge dringenden süßen Duft der hinterhältigsten aller Verführungen. Einem selbstverliebten Cotton Mushroom gelang bei einem beiläufigen Sturz über einen renitenten Grashalm der bildhafte Beweis ihrer österlich kitschig-kirschlichen Verzückung:

    [​IMG]
    Doch nicht ganz Weed Ridge ist der rosa Ekstase zum Opfer gefallen: Im Habitat des Dodo Weedridgensis Comunis herrscht hektische Betriebsamkeit, selbst King Dodo verzichtet auf das morgendliche Levée im intimen Kreise seines 219 Mitglieder umfassenden Hofstaats. Selbst die kleinsten Küken sortieren eifrig Grashalme nach Größe und Schattierung, denn die jährliche Ankunft der dodohaftesten aller Dodos steht kurz bevor!

    [​IMG]
    Es sind ihre geheimnisvollen Verwandten, die vor langer Zeit ausgewanderten Lovely Dodos, die nur zur Kirschblüte an ihren Geburtsort zurückkehren, um dort bunte Eier zu legen. Da diese Eier sehr schmackhaft sind und die Anhänger behornter Fabelwesen durch ihre kräftigen Regenbogenfarben in wilde Entrückung versetzen, gibt es nur noch wenige Exemplare dieser besonders prächtig gefärbten Dodoart.

    Während sich das Dodo Weedridgensis Comunis mit krächzenden „Do-oh-oh!” verständigt, kommuniziert das Dodo Armoris Imprimis mit sogenannten Laaaafsongs, deren schwere Süße, verzückte Lieblichkeit und zuckrige Ekstase nur vor der in rosarote Leichtigkeit getauchten Kulisse und bei einer umfassenden Erörterung der Marxschen Thesen über Feuerbach unter besonderer Berücksichtigung des anschaulichen Materialismus zu verkraften sind.

    [​IMG]
    Wahlweise kann natürlich auf ein hochprozentiges Getränk in Rosemarys zweideutiger Bar oder hemmungslose Ekstase am Roulettetisch der DD Firefighters Inc. zurückgegriffen werden. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass jegliche Haftung für durch zuckersüße, an beiden Lokalitäten zur Gehör gebrachten, sogenannten Laaaafsongs entstandene Schäden an Leib und Gehör ausdrücklich ausgeschlossen ist.
     
    #61
    Last edited: Apr 14, 2017
    Leserling and Imperator811 like this.
  2. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Wie gelangten die Lovely Dodos auf die anderen Inseln? Im Laaaafboot?
     
    #62
  3. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258

    Bisher unbestätigten Gerüchten zufolge im herzförmigen Heißluftballon mit Hardrockantrieb...
     
    #63
  4. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Die Schelme, die... Wasser predigen (Laaaafsongs) und Wein saufen (Hardrock)... Oder schizophren, bzw. wie wir Ärzte sagen bipolar gestört.
     
    #64
  5. Tom

    Tom Well-Known Member

    Joined:
    Jan 19, 2015
    Messages:
    1,924
    Likes Received:
    649
    Hab gehört sie nutzten uboote
     
    #65
  6. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    [​IMG]

    Do-oh-oh... ;)
     
    #66
  7. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Dem kann ich nur noch hinzufügen: Und ebenso den Konfessionslosen:

    Ein schönes Hasenfest!
     
    #67
  8. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Martinique that Montserrat Mystique
    Alea iactae sunt! Die DD Caribbean Shell Corporation Inc. veranstaltet auch in diesem Jahr die zu 100 % aus Mitteln der Funghi Nostra finanzierte eiskalt gefürchtete

    Caribbean Sahmma Sbäschäll Gombehdiehschn

    DIE REGELN
    Thema: Der letzte DD Betriebsurlaub bei Baron de Lis und Baronet de Bruin in Montego Bay


    Mitmachen: kann jeder, der einen Schgruudraiwah mixen kann


    Erlaubt ist:
    Selbst Gebackenes
    Selbst Gezeichnetes oder Gemaltes
    Selbst Gefilmtes
    Selbst Fotografiertes
    Selbst Gebasteltes
    Selbst Geschriebenes



    Disqualifiziert wird:
    Selbst Gesungenes (gibt mindestens 25 Seelevel)
    Selbst Getanztes (nicht unter 35 Seeleveln)
    Alles in Rosé-, Pink- und Rosatönen
    Alles Glitzernde mit einem Horn
    Alles nicht Glitzernde mit einem Horn

    Alles mit einem Horn in Regenbogenfarben
    Alles selbst Kopi… *äh Inspirierte


    Screenshots (werden in Emilys Thread verschoben)

    BONI gibt es für:
    Selbst Gesticktes
    Selbst Gehäkeltes
    Selbst Geklöppeltes
    Selbst Gemixtes
    Bülze
    Fischstäbchen
    Stadtwachen


    Preise: werden noch erwürfelt, das Feng Shui ist gerade ganz schlecht


    Die Jury:
    Mario und Luigi (Funghi Nostra, Giovannis Pizzeria)


    KähWinn (der Stern am häkelnden Designerhimmel)

    Bloody Mary und Man Hattan, die DD Starjournalisten


    Beiträge können im Logbuch der ~†DarkDeath†~ Corporation & Co. KG unter diesem Aushang eingereicht werden.

    [​IMG]


    Der Vorstand
     
    #68
    Last edited: Jun 21, 2017
  9. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Oh je! Da hab ich schon den gestickt geklöppelten, Fotos schießenden Pinselstift in der Hand; das aufregende Kribbeln unter der Haut, weil man sich anschickt, an einem DD- Wettbewerb teilzunehmen und dann das! Da lese ich noch mal die Teilnahmebedingung und alles ist aus! Ich kann keinen Schraubenzieher mixen! Als passionierter Biertrinker ist das eine völlig ausgeschlossene Handlung. Kopf und Hände verweigern den Dienst. Ich bin lediglich in der Lage - dafür das sogar mit einem Blatt Papier - eine Bierflasche zu öffnen. Wenn ich mich ganz stark konzentriere und einen guten Tag erwische, dann geht auch noch das Öffnen einer Flasche hochprozentigen Alkohols. Alles andere...
    Na ja, vielleicht werden im nächsten Sommer die Zugangsregeln gelockert: ich würd ja auch mal gerne... Seufz...
     
    #69
  10. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Zeigt her eure Schühchen...

    Im traurigen Monat November war's,
    Die Tage wurden trüber,
    Der Wind riß von den Bäumen das Laub…

    (H. Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput I)
    Nun ist er da, der Loser unter den Monaten. Er ist da, der ungeliebte, blässlich graue mensis nonus, vom populus comunis auch als November nicht sonderlich geschätzte Monat. Sein sorgsam gewebtes Tuch aus nasskalten Nebeln, durchzogen von golden schimmernden letzten Sonnenstrahlen und den roten, gelben und orangefarbenen Tupfern vergessener Blätter machen es auch nicht besser. Jeder Freude scheint er zu entsagen, kein bisschen Farbe, kein noch so winziger Lichtstrahl durchdringt das fahle Grau seiner immer kürzer werdenden Tage.

    Sogar 1517 war er vom Glück verlassen, entfiel doch sein erster Tag auf einen heiligen dies solis, den Tag der Sonne. Ein bis dato vollkommen unbedeutender Mönch sah sich deshalb gezwungen, die von langer Hand geplante Sachbeschädigung zum Nachteil einer Tür einer kurfürstlichen Schlosskirche auf den vorangehenden dies saturnalis zu verlegen. Der Mönch handelte sich eine Menge Ärger ein, heute ist der letzte Tag des mensis octavus den Anhängern des Mönchleins heilig. Und unser November? Anstatt ein Ereignis der Geschichte zu zelebrieren, gedenkt er an seinem bis 1517 noch fröhlich daherkommenden ersten Tage jetzt allen bekannten und unbekannten Heiligen, danach auch allen bewiesenen und unbewiesenen Seelen, er betet und tut Buße, gedenkt eines Akts der Menschlichkeit und verweist an seinem elften Tag um elf Uhr und elf Minuten schon einmal sicherheitshalber auf den letzten Rausch vor der bevorstehenden Ankunft einer Periode des Verzichts und der Buße, die er glücklicherweise nicht auch noch zu vertreten hat.


    Doch so manches Mal, wenn sich einer der caelestes fastorum daran erinnert, dass dieser unglückselige neunte Monat in den 200 Jahren vor der Geburt eines Zimmermannssohnes im warmen Palästina in den prallen mediterranen Sommer fiel – dann, ja, dann darf der November sein nasskaltes Grau und seine Tristesse gegen das tiefe Grün duftender Tannenzweige, das leuchtende Rot wärmender Kerzen und das helle Licht der Vorfreude eintauschen: Der 1. Advent fällt auf den letzten Sonntag im November.

    Wie vor jedem Aufbruch zu einer Party dreht sich natürlich auch vor rustikalen Partys palästinensischer Zimmermänner in ländlicher Kulisse die einzige wichtige Frage um das passende Outfit und ganz besonders um das passende Schuhwerk. Es sollte bequem sein, Chic und Eleganz ausstrahlen, vom modischen Geschmack seines Trägers zeugen – und natürlich notfalls dem Angriff eines axtbewehrten Devil Walkers standhalten. Außerdem muss es vor der Party noch eine Nacht unbeschadet vor einem Kamin oder einer Tür zubringen können.

    Die erste Kerze auf dem immergrünen Kranze lässt in diesem Jahr lange auf sich warten. Kaum angezündet, verlangt die Checkliste für die Partyvorbereitungen schon die endgültige Auswahl des vor Kamin oder Tür zu stellenden Schuhwerks!

    Unsere Schildermalbrigade hat sich deshalb entschlossen, noch unter dem Einfluss der ausgiebigen Glühweintests der letzten Saison stehend, mit der Cosa Funghi aus Giovannis Pizzeria im idyllischen Roxbury das Schuhwerk der Bewohner und Gäste dieses hübschen Eilands mithilfe einiger Stadtwachen zu begutachten, zu bewerten und zu kategorisieren:

    [​IMG]

    Farbe: Gestern war Halloween.
    Eleganz: Die eines Ziegelsteins.
    Modischer Chic: Renfield ist hingerissen.

    Wertung der Cosa Funghi: Null, Zero, Zéro Stadtwachen.

    Die Trägerin erhält einen Gutschein für die nächste Halloween-Party.

     
    #70
    Leserling, Pralinchen and Morbus like this.
  11. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Bananen und Berge ... bergende Bananen oder doch Bananenberge?
    Freitag, der 03. November und Wochenende 1493! Die Matrosen auf Columbus' Kähnen hatten schon die Karten bereitgelegt, die Rumvorräte gaben auch noch einiges her, man dümpelte in den Tropen herum, sollte eigentlich nach Hispaniola und suchte immer noch Westindien.

    Mitten in diesen gewöhnlichen Freitag in den DomRepschen Untiefen bretterte der Ruf des Ausgucks, der nach einigen winzigen Schlucken besten Rums noch unbekannter Herkunft Land gesehen zu haben glaubte. Tatsächlich waren am Horizont ein paar Palmen zu sehen, die üblichen Möwen machten sich auf den Weg, um das Kartenspiel der Matrosen weithin hörbar zu kommentieren und nebenbei die Kombüse zu plündern.


    Unterdessen befand das Management bei allerbestem Clairet und Mouton über die zu verfolgende Strategie für das Anlanden und Entdecken Westindiens an einem Freitag. Gerade war ein neues Fässchen Clairet geöffnet, als der Ruf des Ausgucks die Teilnehmer an die Fenster zwang: Eine Insel. Mit einem Berg.

    Eine hektische Abstimmung ergab, dass man ihr einen Namen geben solle, aber angesichts der noch nicht beschlussreifen Strategie zur Verkehrsführung im Inselzentrum auf das Entern dieses westindischen Eilands besser verzichten solle. Der Kalender gab außer einer verstoßenen Ex-Frau, einem am Karfreitag jagenden Bischof und anderen zweifelhaften Gestalten nichts her, mit dem Namen eines Klosters konnte man jedenfalls nichts falsch machen: Auf Montserrat baute man derweil weiter friedlich Zuckerrohr an.

    Kaum hatte man sich wieder über den Clairet gebeugt und mit der Planung eines vierspurigen Umgehungspfades für Hispaniola begonnen, meldete sich der Ausguck erneut: Ein kitschiger Traumstrand mit kitschigem Sonnenuntergang, jeder Menge Palmen, dahinter Plantagen, auf denen seltsam gekrümmte, gelbe Früchte wuchsen. Schon wieder musste ein Name her. Noch ganz in den Clairet vertieft, einigte man sich schnell auf den aktuellen Wochentag: Der Freitag behauptete unverdrossen, dass dieser dritte Tag des elften Monats im Jahre 1493 ein Sonntag sei. Laut den anwesenden Schiffsratten sollen zwei Fässchen Clairet und eine verlorene Brille beratende Funktionen bei der Namensfindung übernommen haben: Dominica, die Sonntagsinsel, war gefunden.

    Wieder verzichtete man auf einen Landgang, denn das für Entdecker, Piraten, Konquistadoren, Globetrotter und Obsthändler vorgesehene Schuhwerk war wieder einmal nicht an Bord:

    [​IMG]

    Farbe: Ton in Ton mit Schiffplanken.
    Eleganz: Die Schnalle ist das Must-Have der Saison!
    Modischer Chic: Dernier Cri aus Paris.

    Wertung der Cosa Funghi: Zehn, Ten, Dix Stadtwachen.

    Der Träger erhält zwei Fässer Rum und fünf Kilo Bananen.
     
    #71
    Leserling, Pralinchen and Morbus like this.
  12. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Mönche, schon wieder Mönche...
    Logbuchnachtrag…

    Am Samstag, den 04. November 1493, wir hatten gerade Montserrat passiert, begann die Crew zu meutern. Die Rumvorräte wurden knapp, die weißen Strände flirrten im Sonnenlicht und tiefgrüne Palmen versprachen eine göttliche Siesta mit Hibiskusblüten im Haar. Außerdem hatten die Möwen unsere Kombüse geplündert, wir brauchten frische Vorräte.


    Da! Eine Insel! Und schon wieder eine neue… Das Management, das sich mangels anderer Vorräte am Clairet gütlich tat, erinnerte sich nebulös an ein einem Mönchlein gegebenes Versprechen: Sollte man irgendeine westindische Insel mit weißem Sandstrand, azurblauer See und Palmen darauf entdecken, würde man sie nach dem heimatlichen Kloster benennen. Glücklicherweise hatte man den Zettel mit dem Namen des Klosters an die Schiffswand gezimmert und brauchte den Namen nur noch abzulesen: Guadeloupe war gefunden!

    Nach mehrmaligem Umkreisen fand man schließlich eine idyllische Bucht, in der man endlich vor Anker gehen konnte. Der Smutje klemmte sich schnell noch das letzte Fässchen Rum unter den Arm, vielleicht fand man ja etwas, womit man es ein bisschen länger haltbar… geschmacklich optimieren konnte: Ananas, Kokos, ein Tröpfchen hiervon, ein Scheibchen davon – die Piña Colada verlieh dem ein oder anderen Leichtmatrosen Flügel…

    Natürlich verlangt ein weißer Sandstrand in der noch nicht als kuhle Karibik bekannten Gegend nach dem geeigneten Schuhwerk. Nach Abarbeitung einer langen Liste karibischer Kriterien und diversen Piña Coladas einigte man sich auf:

    [​IMG]

    Farbe: Nach Wahl.
    Eleganz: Socken!!!
    Modischer Chic: Unterirdisch.

    Wertung der Cosa Funghi: Minus Fünfzig, Minus Fifty, Moins Cinquante Stadtwachen.

    Der Träger muss ab sofort bis in alle Ewigkeit die Kombüse schrubben.

    Die Cosa Funghi erholt sich bei einem steifen

    Hurricane
    von diesem modischen Fauxpas.
     
    #72
    Pralinchen and Leserling like this.
  13. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Dachte, Tennissocken und Sandalen sind wieder im Kommen?
     
    #73
  14. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Monolog zu früher Stund'

    Freitag, der 10. November anno domini 1493. Schon wieder eine Insel mit einem Berg, Palmen und kitschigem Sonnenuntergang. Oder doch die von gestern? Verdammt, irgendwo hier muss doch Hispaniola sein… Wer hat eigentlich gerade ein Glasen geläutet? Mein Schädel platzt…

    [Reißt die geheime arca für zweifelhafte arzenïen auf und sieht folgende Notiz seines Zahlmeisters:
    Eier: Im Punsch. Ausgezeichnetes Rezept aus Terra Nova, eine Prise Canehl nicht vergessen!
    Pfeffer: @#*!!!! Venezianer… domani… domani…!
    Hundehaare: Der Besitzer zog es vor, die Hafenkneipe in Portobelo zu übernehmen. Wow.]

    Einen Namen, was für einen Namen? Wieso einen Namen? Das ist doch Hispaniola! Nicht? Oh, zur Hÿlf – rufe er den medicus und fange diese ananas comusus und cocos nucifera wieder ein… Santa Maria La Antigua! Nie wieder Clairet mit Kokosmilch und Ananasscheibe … nie wieder!!

    [Lautes Scheppern und Krachen dringt aus der Eignersuite. Zwei Schiffsratten sitzen kichernd unter dem Schrank, ein Rotweinfleck hat sich zum Brandloch auf der Karte gesellt. Hispaniola ist immer noch nicht in Sicht (Hier! Nein, da hinten! Nein, da!!). Mangels Hundehaar, Eiern und Pfeffer hat sich der Kater in einen reißenden Tiger verwandelt. Schnurrrrrr. Der medicus vermeldet, dass der Chef irgendetwas mit „Antigua” gemurmelt habe. Man habe einen Namen und könne also weiterfahren.]

    Von reißenden Tigern Geplagte benötigen Standfestigkeit. Dies gilt insbesondere, wenn sie bei schwerer See an einem windstillen Morgen Gefahr laufen, das Eigenheim mitreisender Schiffsratten durch einen unbeabsichtigten Zusammenprall in Schutt und Asche zu legen:

    [​IMG]

    Farbe: Pures Silber.
    Eleganz: Unerreichter Glam-Faktor bei Kerzenschein.
    Modischer Chic: Briant gäbe seine Rollatorensammlung dafür.

    Wertung der Cosa Funghi: Drei, Three, Trois Stadtwachen mit Rollatoren.
    Punktabzug für das komplexe Putz- und Polierverfahren.

    Der Träger erhält den Rollator am güldenen Bande.


    [Die Dechiffrierung des wortgetreuen Berichts der Schiffsratten Fernando und Isabel nahm ganze 24 Stunden in Anspruch. Sauklaue. Der Schiffsmaler gab sich vorbeisegelnden Piña Coladas hin, seinem Assistenten mangelt es an Präzision.*gemitus]
     
    #74
    Pralinchen and Leserling like this.
  15. matarishvan

    matarishvan Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    358
    Likes Received:
    258
    Clairet.
    Dienstag, der 14. November anno domini 1493. Blauer Himmel, blaues Meer, grüne Palmen. Hispaniola ist immer noch nicht in Sicht (ich schwöre, es war vorgestern noch hier!), der Chef gibt einer Insel seinen eigenen Namen und nichts als Wasser. Seit gestern sind Isabel und ich obdachlos, der Chef hat ein Fässchen Clairet geleert und einen lila Elefanten in unserem Schrank vermutet…

    Gerade hatte ich ein wunderschönes Dreizimmerappartement hinter der Wandverkleidung gefunden, in dem niemand selbst nach fünf Fässchen Clairet mit Ananasscheibe und Kokosmilch weder lila Elefanten noch grüne Mäuse mit Spitzenhäubchen suchen würde, als Ruf des Ausgucks das meditative Plätschern der Wellen zerriss: LAND! Hoffentlich Hispaniola…

    Nach kurzer Begutachtung des Managements entschied man, dass dies keinesfalls Hispaniola sein könne und der Steuermann kielgeholt werden müsse. Den vor den Kiel springenden, von Untiefen verfolgten Sandbänken ausweichend erkannte man zum Entsetzen des Senior Managements, dass da nicht nur eine Insel mit vielen Bergen den Highway nach Hispaniola blockierte: Santa Ursula mit ihren elftausend Jungfrauen!

    Angesichts der elftausendundeinen Jungfrau entschied man, die Galagarderobe mit dem passenden Schuhwerk anzulegen:

    [​IMG]

    Farbe: Glamouröses Rot.
    Eleganz: Goldene Schnalle auf weißer Spitze
    Modischer Chic: Atemberaubend! Der Absatz!!!

    Wertung der Cosa Funghi: Fünfzehn, Fifteen, Quinze Stadtwachen mit Schleife.

    Die Trägerin erhält ein Fässchen Clairet. Ohne Ananas.


    Mittwoch, der 15. November anno domini 1493. Das Management hat sich nach mehrstündigem Brainstorming mit anschließendem Arbeitsessen und informellem Informationsaustausch darauf geeignet, dass der Brandfleck nordwestlich von Saba Hispaniola sei.

    Isabel, María und Elena genießen die Sonne auf dem Achterdeck (die neue Wohnung hat sogar einen Balkon!), der Ausguck zählt immer noch die Inseln der Jungfrauen, Fernando und der Schiffszimmermann planen eine Schuhmanufactur in Santo Domingo, falls die Nachfrage nicht ausreichen würde, könne man Hispaniola ja immer noch unter der Bezeichnung „DomRep” an Touristen aller Art verschachern. Oder doch Ananas züchten, schließlich sei ein sprunghafter Anstieg des Bedarfs zu erwarten, selbst der CEO spräche mit wachsendem Gefallen und Wohlwollen diesem neuen Drink mit der Ananasscheibe zu…

    Nichts an diesem unbedeutenden, entspannten Mittwoch wies darauf hin, dass man sich mitten in diesem miesepetrigen elften Monat befand – bis Pater Juan das Kalenderblatt an den Großmast nagelte: Sankt Philippus. Genau 40 Tage bis zum Geburtstag dieses Zimmermannssohns in Palästina. 40 Tage! Pater Juan schritt unverzüglich zur Tat: Clairet, Spezereien aller Art, Ananas und Kokosnuss wurden aus der Kombüse verbannt. Sein Assistent, ein an einem dieser unendlichen Sandstrände aufgegriffener Voodoo-Meister verfluchte den Schlüssel, den Pater Juan sicherheitshalber an die Tür der Schiffskapelle hämmerte. Wasser und Brot ohne Clairet ohne Ananasscheibe…


    Wasser und Brot, Sack und Asche. Kein passendes Schuhwerk, selbst die alten Latschen mit den Löchern in der Sohle sind noch zu chic...


    [​IMG]


    Farbe: Elegantes Samtschwarz

    Eleganz: Schlichter Brutalismus.

    Modischer Chic: Zeitlos.


    Wertung der Cosa Funghi: Ein, One, Un Nachtwächter.


    Der Träger erhält eine neue Kutte mit Ananasscheibe.

     
    #75
    Pralinchen and Leserling like this.
  16. Para

    Para Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    1,000
    Likes Received:
    261
    Absatz idt immer gut! :D
    Gibts das auch in Größe 46 1/2 für "kleine" Saint Füße?
     
    #76
  17. Pralinchen

    Pralinchen New Member

    Joined:
    Jun 30, 2017
    Messages:
    20
    Likes Received:
    23
    Zu den schwarzen Füßen empfehle ich neonpinken Nagellack mit Glitter und Straßsteinen . Auf jeder Party der Renner!
     
    #77
    matarishvan likes this.
  18. Para

    Para Well-Known Member

    Joined:
    Jan 20, 2015
    Messages:
    1,000
    Likes Received:
    261
    Black Diva! Die neueste Kollektion wurde soeben enthüllt. :D
     
    #78
  19. Leserling

    Leserling Active Member

    Joined:
    Mar 4, 2015
    Messages:
    235
    Likes Received:
    159
    Pöh! Der tut nur so, als ob Barfüßigkeit ein Teil des religiösen Masochismus wäre! Dabei ist es geradezu eine Wohltat, mit nackten Füßen am Strand herumzutollen, wenn sich der warme, weiche Sand zwischen die Zehen schiebt! Wasser predigen und Clairet saufen, jawoll, so sindse! Tss tss tss...
     
    #79
    Pralinchen and matarishvan like this.
  20. Pralinchen

    Pralinchen New Member

    Joined:
    Jun 30, 2017
    Messages:
    20
    Likes Received:
    23
    Die Antikapitalistischen anachistischen antiiperalistischen maoistischen maochistischen Piraten mit Glamour und Gloria versehen . Den Strass ,den Nagellack , der DD Glamour zieht ein und wenn noch Zeit übrig ist die Gobys wollen auch noch etwas schick gemacht werden . Die Schuhe ,überflüssig ,diese schwarzen Füsse .. Da weiß man wo man war! Hohe Schuhe ...Stöpsel! passt ~ Die Piraten auf der Flucht , soviel Style zwingt sie in die Knie ~
     
    #80
    Last edited: Nov 17, 2017
    Leserling and matarishvan like this.

Share This Page